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FAQs

Wie erklärt sich die eigentliche Funktion des VOIGT-Hebers?


Prinzipiell arbeitet der VOIGT-Heber anstelle einer Pumpe, ist aber für diese als ein höherwertiger Ersatz zu verstehen.

Das Kondensat fließt dem VOIGT-Heber aus einem vorgeschalteten Sammelbehälter, Sammelschiene oder Verbraucher über dessen Saugleitung zu.

Diese Behälter sind wesentlich kleiner als bei herkömmlichen Pumpenanlagen und liegen über die gesamte Typenreihe bei einem Inhalt von lediglich 100 bis 800 l.

Mit steigendem Flüssigkeitsspiegel im VOIGT-Heber bewegt sich der eingebaute Schwimmer aufwärts und betätigt in seiner Hochstellung über einen Schaltring die außen angeblockte Steuerung, nachdem er seinen vollen Auftrieb erreicht hat.

Dabei öffnet sich das Dampfeinlassventil, das in der Saugleitung befindliche Rückschlagventil schließt sich mit leichtem und geräuschlosem Aufsetzen.

Der Fördervorgang ist damit eingeleitet. Der Druck im VOIGT-Heber baut sich unabhängig vom Treibdampf- bzw. Arbeitsdampfdruck in Höhe des Druckes in der Druckleitung auf, das Kondensat wird verdrängt.

Aufgrund thermodynamischer Einbauten trifft der Dampf durch Druck- und Temperaturschichtungen (zunächst entspannter Dampf wird wieder komprimiert) ausgesprochen elastisch auf die Flüssigkeitssäule im Arbeitsraum des VOIGT-Hebers auf, wodurch auch der Fördervorgang fast geräuschlos (geringfügige Strömungsgeräusche) und vor allem schlagfrei abläuft.

Mit sinkendem Kondensatspiegel im VOIGT-Heber gleitet der eingebaute Schwimmer abwärts und betätigt in seiner Endstellung über den unteren Schaltring erneut die Steuerung, wodurch sich das Dampfeintrittsventil schließt und das Entspannungsventil geöffnet wird.

Der Restdampf wird über die angeschlossene Entlüftungs- bzw. Entspannungsleitung bei gleichzeitigem Nachströmen von Kondensat in den Sammler geführt.

Damit ist ein Arbeitsspiel beendet, das nächste beginnt. Der VOIGT-Heber arbeitet so lange, wie Kondensat zur Verfügung steht, setzt sich automatisch still, wenn kein Kondensat zufließt. Er beginnt ebenfalls sofort automatisch zu arbeiten, wenn wieder Kondensat anfällt oder arbeitet auf diese Weise kontinuierlich je nach Kondensatanfall im Dauerbetrieb.

Die Taktzeit liegt bei etwa 40 Sekunden, wobei die Zulaufzeiten im Verhältnis zum Fördervorgang bei etwa 2:1 liegen.




Wie kann ich die Funktion des VOIGT-Hebers fernüberwachen?


Hierfür gibt es zwei Möglichkeiten.

Die Druckverhältnisse im VOIGT-Heber wechseln bei jedem Arbeitshub. Über ein Kontaktmanometer können diese Druckimpulse übertragen werden.

Weiterhin kann die Sammelbehälter mit einer Niveaumessung versehen werden. Sobald der Kondensatspiegel eine bestimmte Höhe übersteigt, würde dies auf ein Problem hindeuten.




Welchen Einfluss besitzt der Kondensatvordruck auf die Funktionsweise des VOIGT-Hebers?


Während der Zulaufphase ist der VOIGT-Heber über seine Entspannungsleitung mit dem Pufferbehälter oder dem Verbraucher verbunden. Damit besteht ein Druckausgleich, wodurch das Kondensat drucklos, unter Überdruck oder unter Vakuum dem VOIGT-Heber frei zulaufen kann. Somit hat der Kondensatvordruck keinen Einfluss auf die Funktionsweise des VOIGT-Hebers. Seitens des Herstellers müsste lediglich eine zugehörige Auswahl für den Sitzfläche des Dampfeinlassventils erfolgen. Seitens des Herstellers muss allerdings eine zugehörige Auswahl für die Sitzfläche des Dampfeinlassventils erfolgen. Bei stark schwankenden Kondensatvordrücken ist eine Anfrage beim Hersteller erforderlich.




Was ist eine Kampagne-Anlage?


Bei bestimmten Prozessen unterscheiden sich Grund- und Spitzenlast sehr erheblich.

Es empfiehlt sich daher, für die Grundlast einen VOIGT-Heber geringerer Leistung einzusetzen, der sich überwiegend oder ständig in Betrieb befindet.

Für die Spitzenlast wird ein weiterer VOIGT-Heber entsprechender Leistung eingesetzt, der sich automatisch zuschaltet, sobald der Kondensatspiegel im Pufferbehälter oder im Verbraucher über ein bestimmtes Niveau ansteigt (getauchte Rohre). Das Zulaufrohr des Hebers 1 endet z.B. auf einem Niveau von 150 mm über der Behälterunterkante. Diese Höhe wird bei normaler Arbeitsweise nur geringfügig überschritten. Das Zulaufrohr für den Heber 2 (Spitzenlast, Redundanz) endet bei einem Niveau von 250 mm über der Unterkante des Sammelbehälters.

Steigt der Kondensatspiegel im Behälter auf dieses Niveau an, setzt sich der Heber 2 automatisch in Betrieb und schaltet sich ebenso automatisch wieder ab, sobald der Kondensatspiegel absinkt. Diese Situation würde auch eintreten, falls z.B. am Heber 1 ein Problem bestehen würde.





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